Fritz Stöbl - Schiedsrichterurgesteine

Laaber. Neben Spielern gehört auch ein Unparteiischer zu einem Fußballspiel. Nachwuchssorgen prägen auch dieses Ehrenamt. Der 80jährige Fritz Stöbl aus Laaber ist einer von den alten Hasen der Regensburger Schiedsrichtergruppe und denkt noch nicht ans aufhören: „Solange ich gebraucht werde, stehe ich zur Verfügung“.

Seine fußballerische Laufbahn begann der Fritz beim SV Laaber. Obwohl er die Prüfung zum Schiedsrichter bereits 1964 abgelegt hatte, startete er erst nach seiner aktiven Zeit als Spieler bei der TSG Laaber im Alter von 32 Jahren als Schiri durch. Vorher hatte er hin und wieder bei den Alten Herren oder der Jugend zum Pfeiferl gegriffen. Bei der Schiedsrichtergruppe Regensburg hat er sich dann bis zum Hauptschiedsrichter in der damaligen Bayernliga gepfiffen. Und als Fan von Kindesbeinen an, war die Freude groß, als er das Spiel der zweiten Mannschaft seines geliebten Club aus Nürnberg 1982 beim Duell gegen die SpVgg Unterhaching leiten durfte. Aber auch andere namhafte Clubs wie FC Bayern Amateure, 1860 München oder den FC Augsburg begegnete er in seiner Schirizeit. Selbst bei internationalen Meisterschaften der Postler in Regensburg mit Mannschaften aus der DDR, Österreich, Belgien und den Niederlanden war er als Unparteiischer mit von der Partie.

Gerne erinnert er sich an die Begegnung mit Trainer Aki Schmidt am Rande eines Freundschaftsspiels in Burglengenfeld zurück. Unvergesslich sind sicherlich auch die Spiele als sein Sohn Uwe als Assissten an der Seitenlinie bei zahlreichen Spielen vom Papa hautnah dabei war. Heute trifft man ihm am Wochenende immer noch auf Plätzen im Landkreis und er pfeift Spiele bis zur A-Klasse und bei Not am Mann hilft er auch gerne in der Kreisklasse aus. Da kann es auch mal passieren, dass er auf Bitten von jungen Kollegen auch mal zwei Spiele an einem Tag bestreitet.

Beim alljährlichen Turnier der Grundschulen im Landkreis lässt sich der passionierte Schiri nicht zweimal bitten. Neben seiner Leidenschaft fürs Pfeifen ist Fritz Stöbl noch aktiver Kegler bei der TSG und auch die Sportabzeichenabnahme ist ein Pflichttermin im Kalender. Alles dies wäre ohne die großartige Unterstützung seiner Ehefrau nicht möglich gewesen, weiß Stöbl. Viele Jahre ist sie jedes Wochenende mit zu den Spielen gefahren, egal wie weit die Anfahrt war. Wenn Fritz Stöbl über seine Schiedsrichterkarriere erzählt, macht er die beste Werbung für dieses wichtige Ehrenamt: „Ich bin immer in Kontakt mit jungen Leuten“ freut sich das Laaberer Urgestein. „Und ohne Schiedsrichter gibt es kein Spiel“ fügt er schmunzelnd hinzu. Darum denkt er auch noch nicht ans Aufhören und freut sich noch auf viele Spiele in seinem Schiedsrichtertrikot. Bei seinem Heimatverein hat er auch schon einige mit seiner Begeisterung infiziert: Derzeit kann sich die TSG über fünf aktive Schiedsrichter freuen.

Text und Bild: Steffi Goß (vielen Dank an die Autorin)

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